Über den Umgang mit Menschen

Aktualisiert: 3. Feb.

"Erzähle nicht leicht Anekdoten, besonders nie solche, die irgendjemand in ein nachteiliges Licht setzen, auf bloßes Hörensagen nach! Sehr oft sind sie gar nicht auf Wahrheit gegründet oder schon durch so viele Hände gegangen, dass sie wenigstens vergrößert, verstümmelt worden und dadurch eine wesentlich andere Gestalt bekommen haben. Vielfältig kann man dadurch unschuldigen, guten Leuten ernstlich schaden und noch öfter sich selber großen Verdruss zuziehn." Adolph Freiherr Knigge


Anders formuliert, hören Sie auf zu Klatschen und zu Tratschen.

Das Wörterbuch definiert Klatsch als „beiläufige oder ungezwungene Gespräche oder Berichte über andere Menschen, die typischerweise Details enthalten, die nicht als wahr bestätigt werden“.

Ja, wir sind nicht unfehlbar und rutschen von Zeit zu Zeit alle einmal aus, auch mir ist es schon passiert.

Wenn Sie jedoch nach Möglichkeiten suchen, Ihre Präsenz, Ihren Auftritt und Ihren Selbstwert zu verbessern und ein Leben mit gegenseitigem Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung bevorzugen, dann hören Sie auf, jedes Gerücht weiter zu verbreiten!


Klatschen löst eine Kettenreaktion aus.


Wenn Sie mit jemandem Gerüchte austauschen, oder einfach einer Gerüchteküche Gehör schenken, dann sieht diese Person Sie jetzt als Gesprächspartner:in an, welche(r) immer für solchen Klatsch zu haben sein könnte. Und Sie geraten in eine Mühle, aus der Sie immer schlechter den Ausgang finden werden.


Aber wie schützen Sie sich und verhindern Sie das Brodeln von Gerüchteküchen?

Zumal wir unsere respektvollen Umgangsformen ja trotzdem beibehalten wollen?


Das Thema zu wechseln ist immer eine Option, zum Beispiel mit der "Apropos-Regel" (Sie erinnern sich an meinen letzten Blogartikel 😉?)

Am besten ist es aber im Fall der Gerüchteküche, direkt und unverblümt zu reagieren:

"Wissen Sie, wir sollten aufhören darüber zu reden!"oder"Wer weiß, ob das überhaupt wahr ist!", "Ich möchte nicht die Gefühle von XY verletzen, wir sollten uns um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern!"


Wie unterscheiden wir nun aber Klatsch und Tratsch von wirklichen Neuigkeiten? Nun, solange die betroffene Person Sie nicht höchstpersönlich um die Verbreitung der Neuigkeit gebeten hat, ist und bleibt es eine Gerüchteküche, so einfach ist das.


Wenn Sie an Ihren Werten festhalten und sich in die Lage einer anderen Person versetzen können, also Empathie empfinden, dann erkennen Sie, wie schädlich Klatsch wirklich ist.

Also schulen Sie Ihr soziales Bewusstsein. Es geht darum, den Menschen den größtmöglichen Respekt entgegenzubringen und die Bedürfnisse anderer vor die eigenen zu stellen. Wie heißt doch die goldene Regel der Reziprozität?


„Was du nicht willst, dass man dir tu‘,das füg‘ auch keinem andern zu!“

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