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10 Fettnäpfchen, zum Thema: Gemeinsam Essen - die Sie im Alltag kaum bemerken

Aktualisiert: 20. Jan. 2022

Ich möchte wetten, Sie bemerken folgende Fettnäpfchen im Alltag nicht einmal.

Dennoch gewinnen Sie einen großen Vorteil in Ihrer Präsenz, wenn Sie diese kleinen Fehler korrigieren. Sie machen auf sich aufmerksam ganz einfach durch mehr Freundlichkeit und Respekt, gegenüber jedem, dem Sie begegnen.

Es sind die kleinen Dinge, die große Wirkung zeigen!


1. Sie erhalten eine schriftliche Einladung - dann antworten Sie auf dem gleichen Weg

Ja, diese Form der Einladung ist mittlerweile selten geworden, um so mehr zeigt sie aber an, wie wichtig der Anlass dem Einladenden ist.

Nehmen Sie sich die Zeit und senden Sie Ihre Antwort ebenfalls auf dem Papier zurück.

Sie bleiben damit viel länger in positiver Erinnerung, als eine kurze SMS es jemals vermag.


2. Der Gastgeber/ die Gastgeberin wird zuerst begrüßt

Wenn Sie zu einer Feier eingeladen und schon Gäste vor Ihnen angekommen sind, dann versuchen Sie zuerst die Gastgebenden zu begrüßen. Natürlich gelingt das nicht immer, gerade wenn sich im Eingangsbereich bekannte Gesichter befinden, die einen freudig bestürmen. Dann schenken Sie denen ein strahlendes Lächeln und ein Zeichen, dass Sie gleich zum Begrüßen kommen.

Das Geschlecht spielt bei den Begrüßungsregeln heute übrigens keine Rolle mehr, weder im privaten noch im geschäftlichen Kontext.


3. Verwechseln Sie Geschäftsessen nicht mit einer Arbeitsbesprechung

Werden Sie zu einem Geschäftsessen eingeladen, dann lassen Sie Ihre Arbeit zu Hause!

Sie müssen auch keinen Fachvortag ausarbeiten und alle Firmendaten des Einladenden kennen. Ein Geschäftsessen dient dazu, den Arbeitsalltag hinter sich zu lassen und die Person selbst kennenzulernen und die Beziehung zu pflegen.

Deshalb finden Geschäftsessen hauptsächlich zum Feierabend und oft auch im Beisein der Lebenspartner statt.


4. Sie geben Bescheid, wenn Sie den Tisch verlassen, um auf Toilette zu gehen

Na, erwischt? Was sagen Sie am Tisch, wenn die Blase drückt? "Ich muss mal kurz wohin", oder "Ich gehe mir fix das Näschen pudern"oder "Ich muss mal für Königstiger"??

Nicht? Wunderbar, denn tatsächlich möchte das am Tisch niemand wirklich so genau wissen.

Sie stehen einfach leise auf, bitten kurz um Entschuldigung und geben lediglich Bescheid, dass Sie gleich wieder da sind.


5. Sie halten Ihr Wein- oder Champagnerglas direkt am Glas

Auch wenn es gern als Zeichen von Lässigkeit gewertet wird, oder den Eindruck lockerer Lebenseinstellung vermitteln soll, so ist das Halten von Stielgläsern am Glas doch eher ein Zeichen von Respektlosigkeit.

Zum einen sind sie respektlos gegenüber dem Getränk selbst, welches nicht den optimalen Geschmack entfalten kann, wenn es zu warm wird. Zum andern sind vielfältige Fingerabdrücke kein schöner Anblick an Ihrem Glas.

Stielgläser werden prinzipiell am Stiel angefasst, idealerweise im unteren Drittel.


6. Sie spreizen Ihren kleinen Finger ab, wenn Sie trinken

Der Gesellschaftsfinger ist nach wie vor ein oft gesehenes Phänomen.

Möglicherweise ist dies ein Überbleibsel aus der Zeit, da man an der Tür des Königs nur mit dem kleinen Finger kratzen durfte und so in Gesellschaft angezeigt hat, dass man zum ausgewählten Kreis gehörte...

Nun, ich kenne noch eine Geschichte, die Sie vielleicht schnell lehrt, sich diese Geste abzugewöhnen: Der abgespreizte kleine Finger war im freizügigen Frankreich des 17. Jahrhunderts ein Zeichen dafür, dass man unter einer sexuell übertragbaren Krankheit litt und besser Abstand voneinander halten sollte 😉.


7. Wenn Sie nach dem Salzstreuer gefragt werden, reichen Sie auch nur diesen an

Ich gestehe, wenn diese Gefäße einzeln auf dem Tisch stehen, dann ist es sehr verlockend, nur das Gewünschte anzureichen. Tatsächlich ist es aber wesentlich höflicher, gleich den Pfefferstreuer mit anzureichen auch wenn nicht danach gefragt wurde.


8. Sie nehmen sich das letzte Brot, wenn es Ihnen angeboten wird

Das ist wirklich eine schwierige Geschichte. Wird mir das letzte Brot angeboten, weil es nicht verderben soll, oder weil der Anbietende sicher gehen möchte, niemandem etwas wegzuessen? Nun, da wir uns ja mit Respekt, Höflichkeit und Achtsamkeit beschäftigen, sollten Sie davon ausgehen, dass auch Ihr Gegenüber höflich sein möchte und eigentlich selbst Appetit auf das letzte Stück hat. Tun Sie der Person den Gefallen und gönnen Sie ihr den letzten Bissen.


9. Sie legen Ihre Serviette auf den Teller, wenn Sie fertig sind

Eine benutzte Serviette gehört links neben den Teller, niemals darauf! Es zeugt von wenig Achtsamkeit dem Servicepersonal gegenüber, wenn Sie die Serviette auf den schmutzigen Teller legen.

Gerade aus hochwertigen Stoffservietten lassen sich dunkle Soßenflecken nur schwer entfernen. Aber auch Papierservietten aus den Essensresten zu fischen ist, in Zeiten der Mülltrennung, alles andere als angenehm.


10. Sie säubern bereits die Küche, während sich Ihre Gäste noch amüsieren

Als Gastgeber:in wollen Sie ein gemütliches und erholsames Klima für Ihre Gäste schaffen.

Wenn Sie sich dann in der Küche aufhalten und bereits alles säubern, fühlen sich Ihre höflichen Gäste genötigt, ihre Hilfe anzubieten. Sicher machen das viele Gäste auch gern, aber ist das Sinn und Zweck des Beisammenseins? Verbringen Sie doch lieber Ihre Zeit mit Ihren Gästen, das Geschirr rennt Ihnen nicht davon.








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