Was gehen mich Dresscodes an? Ich trage das, worin ich mich wohl fühle

Solche und ähnliche Kommentare begegnen mir, wenn ich über meine Arbeit als Trainerin für Business-Etikette und Knigge rede. Gerade Startups und Neugründer:innen sagen mir, dass sie sich selbständig gemacht haben, um eben diesen Dresscodes zu entgehen.

Diese und andere Reaktionen haben mich dazu bewogen, folgende Fragen zu klären:


Was sind denn eigentlich Dresscodes?

Kann ich denn wählen, ob ich Dresscode trage oder nicht?

Wie kann ich mir Dresscodes zum Freund machen?


Frage 1: Was sind denn eigentlich Dresscodes?

Nehmen wir das Wort doch einfach einmal auseinander.

Der erste Teil dress stammt aus dem Englischen und meint Kleidung, beziehungsweise sich kleiden. Der Wortteil code wird mit verschlüsseln und etwas weitläufiger mit Kodex übersetzt.

"Kleidungskodex" - Dies klingt nun tatsächlich etwas geheimnisvoll, vielleicht ist das Synonym "Kleiderordnung" etwas gefälliger. Auch nicht? Dann müssen wir das zweite Wort Kodex nocheinmal genauer analysieren. Dieses Wort bezeichnet heute eine Sammlung von Regeln, oder Gesetzen.

"Kleiderregeln" - klingt wirklich nach Vorschriften, die ich einhalten sollte und die mich gängeln, oder? Ja?

Nein! Denn gemeint sind die ungeschriebenen Regeln, die die Gemeinschaft und das Leben selbst schreibt, gemeint sind die Regeln, denen man sich automatisch unterwirft, wenn man sich kleidet und auch nicht kleidet.

Dresscodes sind allgegenwärtig und meinen nicht nur den chicen Anzug im Business und das Kleine Schwarze zur Cocktailparty. Dresscodes sind auch die Hoodies und Jogginghosen der "coolen Kidds" und die geschlitzten Jeans oder Lederhosen mit engem Oberteil und Ketten der Rockerszene...

Dresscodes sind schlichtweg ein Ausdruck dafür, wie man sich selbst sieht und fühlt und was man dem Umfeld gegenüber bewußt oder unbewußt zum Ausdruck bringen will.


Ich kann mich einem Dresscode nicht entziehen und ich habe nicht die Möglichkeit zu sagen: "Dresscodes?- Brauche ich nicht!" Denn:

Sobald ich mich kleide, trage ich einen Dresscode! Damit wäre gleich die

Frage 2: Kann ich denn wählen, ob ich Dresscodes trage oder nicht? beantwortet 😉.


Wäre dann zu klären, wie kann ich meinen Nutzen daraus ziehen. Damit wären wir bei

Frage 3: Wie kann ich mir Dresscodes zum Freund machen?


Wenn Dresscode also bedeutet, dass diese Kleiderordnung ein Ausdruck dafür ist, wie ich mich fühle, was ich für Werte habe und wie meine Meinung zu meinem Gegenüber ist, dann bedeutet das auch, dass ich damit bewußt Signale setzen kann.

Zeichen von: "Lasst mich in Ruhe!"bis "Oh schauen Sie mal, Sie sind es mir wert, dass ich mich in Schale schmeiße", oder?

Dann kann ich mit diesen Zeichen auch meine Ziele und meine Aussagen bekräftigen und positiv unterstützen. Ich kann mit meiner Kleidung bewußt auf mein Umfeld und damit auf mein eigenes Wohlbefinden Einfluss nehmen, das ist doch eigentlich Grund genug, sich Dresscodes zum Freund zu machen, oder?


Natürlich wird jedem Kind ein Name gegeben und auch Dresscodes sind klassifiziert und in Gruppen unterteilt, wie kann es anders sein. Doch dazu mehr in meinen nächsten Beiträgen und wenn Sie es ganz detailliert wissen wollen, in meinen Seminaren zum Thema.


Ihre Katrin Bunjes











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